
Hotel Favorit des Monats - Hobba.st
Mit hobba.st hat sich im September ein vergleichsweise junges Projekt zum HabboW Hotel Favorit des Monats durchgesetzt. Wir werfen einen Blick auf Entwicklung, Community und Zukunftspläne.

Mit hobba.st hat sich im September ein vergleichsweise junges Projekt zum HabboW Hotel Favorit des Monats durchgesetzt. Wir werfen einen Blick auf Entwicklung, Community und Zukunftspläne.
Im September konnte sich Hobba.st bei der Wahl zum HabboW Hotel Favorit des Monats gegen die Konkurrenz durchsetzen. Für das noch vergleichsweise junge Retrohotel ist die Auszeichnung ein sichtbares Zeichen dafür, dass sich rund um das Projekt bereits eine aktive Community gebildet hat.
Dabei begann die Geschichte hinter Hobba.st ursprünglich gar nicht mit dem Plan, ein eigenes Retrohotel aufzubauen. Gründer Akku startete im Oktober 2025 zunächst mit ReCMS, einem persönlichen Entwicklungsprojekt, mit dem er seine Programmierkenntnisse vertiefen und neue Ideen ausprobieren wollte. Erst mit der Zeit entstand daraus der Gedanke, auf dieser technischen Grundlage auch ein eigenes Hotel aufzubauen.
Aus dem damaligen HabboRE wurde im Sommer 2026 schließlich hobba.st. Mit dem neuen Namen, einer neuen Ausrichtung und Emulator als Projektleitung begann für das Hotel eine neue Phase. Für unsere Vorstellung haben wir mit Akku und Emulator darüber gesprochen, wie sich das Projekt entwickelt hat, was hobba.st heute auszeichnet und welche Ziele das Team für die Zukunft verfolgt.
Was Hobba.st aus Sicht der Projektleitung von anderen deutschen Retrohotels unterscheidet, ist vor allem die Mischung aus einem klassischen Habbo-Gefühl und einer dennoch modernen Weiterentwicklung. Emulator selbst kehrte erst vor einigen Monaten nach mehr als zehn Jahren Pause in die Retroszene zurück. Gerade deshalb sei ihm der Wiedereinstieg bei Hobba vergleichsweise leicht gefallen.
„Es fühlt sich teilweise einfach noch nach dem Habbo an, das ich von früher kenne, ohne dabei komplett stehen geblieben zu sein“, beschreibt er seinen Eindruck.
Genau dieses vertraute Gefühl scheint ein wichtiger Bestandteil der Ausrichtung des Hotels zu sein. Statt das klassische Habbo-Konzept vollständig neu zu erfinden, setzt hobba.st auf bekannte Elemente und verbindet diese mit eigenen Entwicklungen. Für Spieler, die bereits vor vielen Jahren in Habbo oder anderen Retrohotels aktiv waren, soll dadurch ein Wiedererkennungswert entstehen. Gleichzeitig möchte sich das Projekt technisch und inhaltlich weiterentwickeln, ohne den ursprünglichen Charakter des Spiels aus den Augen zu verlieren.
Dabei spielen auch Events, Wettbewerbe und andere Community-Aktionen eine wichtige Rolle. Sie sollen nicht ausschließlich dazu dienen, Preise oder seltene Items zu verteilen, sondern vor allem dafür sorgen, dass Spieler miteinander in Kontakt kommen. Nach Aussage der Projektleitung gehe es bei vielen Aktionen ebenso darum, gemeinsam Zeit zu verbringen und neue Bekanntschaften innerhalb der Community aufzubauen.
Diese Gemeinschaft nimmt bei hobba.st ohnehin einen zentralen Stellenwert ein. Die Projektleitung beschreibt die aktuelle Community als sehr aktiv. Bei Events werde gemeinsam mitgefiebert, der Chat sei regelmäßig belebt und auch außerhalb des eigentlichen Hotels habe sich mittlerweile ein engerer Austausch entwickelt. Besonders auf Discord finden nach Angaben des Teams zunehmend gemeinsame Gespräche statt, die teilweise bis spät in den Abend hineinreichen.
Für Emulator ist genau diese Verbindung zwischen Mitarbeitern und Spielern einer der wichtigsten Gründe dafür, weshalb Nutzer langfristig bei einem Retrohotel bleiben.
„Es kommt meiner Meinung nach nicht immer darauf an, welches Hotel die beste Technik oder den bekanntesten Namen hat. Viel wichtiger ist, dass man sich miteinander connected, sich gut versteht und gerne Zeit miteinander verbringt.“
Damit setzt hobba.st zumindest nach eigener Darstellung weniger auf einen Wettbewerb darüber, welches Hotel die meisten Funktionen oder die aufwendigste Technik bietet. Entscheidend soll vielmehr sein, ob sich eine Community entwickelt, in der Nutzer dauerhaft bleiben möchten. Gerade in einer Retroszene, deren aktive Spielerschaft heute deutlich kleiner ist als noch vor vielen Jahren, könnte diese Bindung für kleinere und jüngere Projekte eine entscheidende Rolle spielen.
Besonders sichtbar wurde die Entwicklung von Hobba.st zuletzt bei der Wahl zum HabboW Hotel Favorit des Monats. Obwohl das Projekt selbst davon ausgeht, aktuell noch eine kleinere Community als etablierte Hotels wie ST oder CC zu haben, konnte sich Hobba.st bei der Abstimmung durchsetzen.
Mit diesem Ergebnis habe das Team nach eigener Aussage nicht gerechnet. Zwar sei man sich bewusst gewesen, dass die eigene Community hinter dem Projekt stehe, mit einem deutlichen Sieg habe man dennoch nicht gerechnet.
„Ehrlich gesagt haben wir damit nicht gerechnet. Wir wussten zwar, dass wir eine starke Community hinter uns haben, allerdings ist diese aktuell noch nicht so groß wie beispielsweise beim ST oder CC“, erklärt Emulator.
Während der Abstimmung machte das Team immer wieder auf das Voting aufmerksam. Gerade in den letzten Tagen des Monats habe man zudem beobachtet, wie sich die Stimmen bei den anderen teilnehmenden Hotels entwickelten. Erst zu diesem Zeitpunkt sei klar geworden, dass die eigene Führung wohl nicht mehr einzuholen war.
Für hobba.st war die Auszeichnung damit nicht nur eine weitere Platzierung in einem Community-Voting. Sie zeigte vor allem, wie mobilisierbar die eigene Nutzerschaft bereits ist. Gerade für ein Projekt, das in seiner heutigen Form erst seit dem Sommer 2026 besteht, ist das ein nicht unwichtiger Punkt.
Gleichzeitig sollte das Ergebnis nicht automatisch mit einer Rangliste der größten oder erfolgreichsten Retrohotels gleichgesetzt werden. Die Wahl zum Hotel Favorit des Monats setzt sich aus Stimmen der Community und weiteren Bewertungen zusammen und bildet damit vor allem die aktuelle Unterstützung und Wahrnehmung eines Projekts innerhalb von HabboW ab. Für hobba.st ist der Sieg dennoch ein deutliches Signal dafür, dass das Hotel in der deutschen Retroszene inzwischen wahrgenommen wird.
Auch die Projektleitung selbst verbindet den Erfolg vor allem mit der eigenen Community. Für das Team sei die hohe Zahl an Stimmen überraschend gewesen und habe gezeigt, dass viele Nutzer bereit seien, das Projekt aktiv zu unterstützen.
„Umso größer war natürlich die Freude, als am Ende feststand, dass Hobba.ST zum Hotel-Favoriten des Monats gewählt wurde.“
Der Erfolg bei der Abstimmung passt damit zu dem Bild, das die Projektleitung auch an anderer Stelle zeichnet: Nicht allein technische Funktionen oder ein bekannter Name sollen über den Erfolg eines Retrohotels entscheiden, sondern vor allem die Bindung zwischen Team und Community. Ob sich dieser Rückhalt auch langfristig in steigenden Nutzerzahlen widerspiegelt, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.
So positiv sich die Entwicklung von Hobba.st zuletzt gezeigt hat, blickt die Projektleitung auf die deutsche Retroszene insgesamt deutlich nüchterner. Die Zeiten, in denen sich mehrere hundert oder sogar tausende Spieler gleichzeitig auf verschiedene deutsche Retrohotels verteilten, sind längst vorbei. Viele Nutzer, die heute noch aktiv sind, kennen Habbo bereits seit Jahren oder kehren nach längerer Pause wieder zurück.
Auch Emulator zählt sich selbst zu dieser Gruppe. Nach mehr als zehn Jahren außerhalb der Szene fand er erst vor einigen Monaten wieder zurück. Aus seiner Sicht ist genau diese Entwicklung sinnbildlich für einen großen Teil der heutigen Community.
„Ich persönlich würde behaupten, dass ein großer Teil der heutigen Community aus nostalgischen Gründen spielt oder – wie beispielsweise ich – nach vielen Jahren wieder in die Szene zurückkehrt.“
Für die Retrohotels entsteht daraus eine schwierige Ausgangslage. Einerseits lebt die Szene stark von Spielern, die mit Habbo aufgewachsen sind und noch immer eine Verbindung zu dem Spiel haben. Andererseits reicht diese Gruppe langfristig kaum aus, wenn die Community wieder wachsen soll. Die zentrale Herausforderung sieht hobba.st deshalb darin, auch Menschen zu erreichen, die bisher keinen oder nur wenig Kontakt mit Habbo hatten.
Vor allem jüngere Spieler sollen wieder stärker für das Spielprinzip begeistert werden. Das dürfte allerdings einfacher gesagt als getan sein. Während Habbo in den 2000er- und frühen 2010er-Jahren noch deutlich stärker im Alltag vieler Jugendlicher vertreten war, konkurrieren Retrohotels heute mit einer Vielzahl moderner Spiele, Social-Media-Plattformen und anderer digitaler Angebote um Aufmerksamkeit.
Für Hobba.st bedeutet das, dass sich das Projekt nicht ausschließlich innerhalb der bestehenden Szene bewegen möchte. Eine Möglichkeit, neue Nutzer anzusprechen, sieht das Team in sozialen Netzwerken. Gerade TikTok wird mittlerweile von mehreren Retrohotels genutzt, um Inhalte auch außerhalb der klassischen Habbo-Community zu verbreiten.
hobba.st war dort bislang zwar kaum sichtbar, der Einstieg ist nach Angaben der Projektleitung allerdings bereits geplant. Unter dem Namen @hobba.st existiert schon ein eigener Account. Aktuell arbeite das Team noch an einem Konzept für die dortigen Inhalte.
„Wir werden also definitiv noch auf den TikTok-Zug aufspringen und darüber hinaus auch weitere Werbeaktionen planen, um Hobba.ST außerhalb der bestehenden Retroszene bekannter zu machen und vielleicht auch neue Spieler für das Hotel zu begeistern“, erklärt Emulator.
Gerade dieser Schritt dürfte für das Projekt interessant werden. Innerhalb der bestehenden Retroszene konkurrieren die Hotels schließlich häufig um dieselben Nutzer. Neue Spieler außerhalb dieser Gruppe zu erreichen, könnte dagegen tatsächlich dazu beitragen, die eigene Community zu vergrößern, ohne lediglich bestehende Spieler von einem anderen Hotel abzuwerben.
Ob TikTok und andere Werbemaßnahmen dafür ausreichen werden, bleibt abzuwarten. Die Herausforderung betrifft allerdings nicht nur hobba.st. Wenn die deutsche Retroszene langfristig bestehen oder sogar wieder wachsen möchte, dürfte die Frage nach neuen Spielern für nahezu alle Projekte eine entscheidende Rolle spielen.
Auch das Verhältnis zu anderen Retrohotels war Teil unseres Gesprächs mit der Projektleitung. Für Hobba.st bedeutet Konkurrenz dabei nicht automatisch, andere Projekte als Gegner zu betrachten. Zwar sei klar, dass verschiedene Hotels teilweise dieselbe Zielgruppe ansprechen, grundsätzlich sehe man andere Retrohotels jedoch eher als Teil derselben Community.
„Am Ende wollen wir doch alle das Gleiche: Die deutsche Retroszene am Leben halten, neue Spieler erreichen und dafür sorgen, dass weiterhin Menschen Spaß an Habbo haben“, erklärt Emulator.
Andere Projekte werden nach eigener Aussage gelegentlich verfolgt. Dabei schaue man auch bei Freunden aus der Szene vorbei und beobachte, wie sich deren Hotels entwickeln. Eine stärkere Orientierung an anderen Projekten sei allerdings nicht vorgesehen. Stattdessen wolle man sich auf die eigene Community konzentrieren und deren Wünsche und Vorschläge in die weitere Entwicklung von hobba.st einfließen lassen.
Zu einem gesunden Wettbewerb gehört für die Projektleitung vor allem gegenseitiger Respekt. Dass sich Hotels gegenseitig inspirieren oder beobachten, was andere Projekte gut umsetzen, wird dabei nicht grundsätzlich kritisch gesehen. Gleichzeitig sei es wichtig, dass jedes Hotel seinen eigenen Weg gehe und eigene Stärken entwickle.
Klare Grenzen zieht hobba.st dort, wo aus dem Wettbewerb persönliche Auseinandersetzungen entstehen. „Grenzen werden für uns dort überschritten, wo aus Wettbewerb persönlicher Streit, Hetze oder bewusstes Schlechtmachen anderer Hotels wird“, erklärt Emulator. Auch Drohungen oder das bewusste Veröffentlichen interner Informationen gehören für die Projektleitung nicht mehr zu einem normalen Wettbewerb zwischen Retrohotels.
Entsprechend kritisch bewertet das Team auch öffentlich ausgetragene Konflikte und Beefs. Aus Sicht von hobba.st können solche Auseinandersetzungen nicht nur den beteiligten Projekten schaden, sondern auch auf Außenstehende oder neue Spieler abschreckend wirken.
„Statt gemeinsam an einer positiven Community zu arbeiten, entsteht ein Bild von Streit und Konkurrenz“, heißt es dazu von der Projektleitung. Meinungsverschiedenheiten sollten deshalb nach Möglichkeit direkt zwischen den Beteiligten und auf Augenhöhe geklärt werden.
Die Position von hobba.st ist damit deutlich: Wettbewerb zwischen verschiedenen Projekten gehört für das Team zur Szene dazu, persönliche Angriffe, Drohungen oder das gezielte Veröffentlichen interner Informationen überschreiten aus Sicht der Projektleitung jedoch eine Grenze.
Auch für die kommenden Monate hat sich das Team von hobba.st weitere Entwicklungen vorgenommen. Konkret angekündigt wurden ein größeres Casino-Update, der vollständige Ausbau der eigenen Preisliste sowie zusätzliche Commands, die weitere Möglichkeiten innerhalb des Hotels schaffen sollen.
„Zu viel wollen wir an dieser Stelle aber noch nicht verraten, ein bisschen Spannung muss schließlich bleiben“, erklärt Emulator.
Damit setzt hobba.st neben der Community-Arbeit auch auf die weitere technische und spielerische Entwicklung des Hotels. Vor allem das Casino-Update gehört aktuell zu den größeren angekündigten Vorhaben. Welche Funktionen dabei konkret hinzukommen, ließ die Projektleitung allerdings offen.
Auch bei der Preisliste und den geplanten Commands stehen weitere Arbeiten an. Welche Funktionen konkret hinzukommen und wann die einzelnen Neuerungen umgesetzt werden, ließ die Projektleitung noch offen.
Für die weitere Entwicklung hat sich hobba.st klare Ziele gesetzt. Aktuell sieht sich die Projektleitung, abgesehen vom offiziellen Habbo, hinter ST und CC auf Platz drei der deutschen Szene. In den kommenden Monaten wolle man den nächsten Schritt machen und sich weiter nach oben orientieren.
Dabei gehe es laut Emulator allerdings nicht ausschließlich um Nutzerzahlen. Ebenso wichtig seien die Weiterentwicklung des Hotels, die Bindung der bestehenden Community und das Erreichen neuer Spieler. Wo hobba.st in einem Jahr tatsächlich stehen wird, lässt sich heute noch nicht sagen. Die grundsätzliche Richtung formuliert die Projektleitung dennoch deutlich: „Stillstand ist definitiv keine Option.“
Zum Abschluss unseres Gesprächs richtete Emulator noch einige persönliche Worte an die deutsche Retroszene. Gerade weil die Szene heute kleiner sei als früher, wünsche man sich mehr Zusammenhalt zwischen den einzelnen Projekten und Communities.
„Bleibt miteinander und verliert den Spaß an der Sache nicht“, so seine Botschaft. Jedes Hotel habe eigene Stärken und eine eigene Community. Genau diese Unterschiede machten die Szene aus. Statt sich gegenseitig Steine in den Weg zu legen, sollte der gemeinsame Blick deshalb stärker darauf gerichtet sein, Habbo-Retros auch in Zukunft interessant und lebendig zu halten.
Für hobba.st selbst endet die Entwicklung mit der Auszeichnung zum Hotel Favorit des Monats damit nicht. Vielmehr versteht das Team den bisherigen Weg offenbar als Zwischenstand eines Projekts, das sich weiter etablieren und seine eigene Position innerhalb der deutschen Retroszene festigen möchte.